Sonntag, 15. Januar 2012

Sonntag: Flohmarkt

Heute gab´s ein A ha! Erlebins am Flohmarkt. Entdecke ich doch eine DDR Plastik Schüssel und denke mir noch, witzig, genau die selbe habe ich damals in Potsdam mit Sylvie gekauft ... Zufälle gibts! Schmunzelnd schlendere ich den Stand entlang und wundere mich ... und fast die selbe Tasche habe ich auch? Hm. Wenn die jetzt noch innen einen Fleck hat dann ... und dann sehe ich auch schon die beiden anderen Taschen daneben, ein paar Schuhe und ein paar Stiefel, die eindeutig aus meinem Besitz stammen oder besser gesagt stammten ... denn wie regelmäßge Leser ja wissen, habe ich nach Weihnachten ausgemistet. Einen Teil hier weiter gegeben und den anderen in diverse Kleidersammel Kontainer in der Nähe. Ich nenne jetzt bewusst keine Namen ; ) Da war ich dann doch ziemlich perplex! Erst fand ich es lustig. Ich hatte ja schon mal die Befürchtung geäußert, dass bei den Mengen an Klamotten, die hier teilweise angeboten werden, es nicht mit rechten Dingen zugehen kann ... jetzt habe ich die Gewissheit ... Und dann fand ich es schlimm ... Ich habe mir kurz überlegt die Verkäufer anzusprechen ... mich aber dagegen entschieden. Nennt mich feige. Aber es waren nicht die Art von Menschen, mit denen man sowas sachlich ausdiskutieren kann ... Nimmt man diese Begebenheit, die bestimmt keinen Einzelfall darstellt und hört diesen Bericht, oder diesen, oder auch diesen Beitrag, ...
...  und noch einen!


dann kommt man schon ins Grübeln ob der Sinnhaftigkeit, dieser ganzen Sammel- Aktion ... Ich muss gestehen, dass ich in diesen Läden in erster Linie aus egoistischen Gründen kaufe. Hier habe ich ein überschaubares Angebot (große TextilKetten überfordern mich mittlerweile), viele ausgefallene Teile auf einem Haufen, günstiger ist es noch dazu und es entspricht unserem Konsumverhalten, dass da wäre: Reuse, Reduce, Recycle. Das Menschen in Entwicklungsländern dadurch profitieren, war quasi das Sahnehäubchen ... ich habe gehofft, dass das Geld einfach in Entwicklungshilfe investiert würde ... Ich muss das ganze jetzt erst setzen lassen. Immerhin entstehen bei diesem Prozess auch viele Arbeitsplätze. Sowohl hier als auch in den Entwicklungsländern. Die Einnahmen, zumindest bei Caritas, Rotes Kreuz und Kolping ist es so, kommen, nach Abzug der Ausgaben, anteilsmäßig karitativen Einrichtungen und Projekten zu Gute ... Andererseits sind diese Transportwege zwischen Österreich und Italien pervers in einer Zeit wo es um Emissionen und die Reduzierung von Feinstaub geht. Näherinnen in Afrika verlieren ihre Arbeit, weil ihr Land mit billigerer, westlicher Kleidung überschwemmt wird ... ... was denkt ihr?
Ein Thema, dass mich noch eine Weile beschäftigen wird ...

Nun aber zur Ausbeute ... die tatsächlich aus legalen Quellen stammt ... aus Verlassenschaften und der Kleingartensiedlung : )

Sonntag: Flohmarkt ... kann man nie genug haben : )
... geiles Teil!
Dieses Teil ist unglaublich. Es hat mich und den charmanten marokkanischenVerkäufer mit französischem Akzent 20 Minuten gekostet (und diverse Lachkrämpfe) heraus zu finden, wie man es anziehen muss. Im Endeffekt scheint es sich um einen hauchdünnen JumpSuit zu handeln. Allerdings schulter- und rückenfrei und sehr locker ... lasst euch also von XS nicht täuschen : DD ganz sicher, ob es nun so gehört bin ich nicht, aber sobald ich den Dreh heraus habe, gibt es Fotos!

Geschenkt!
Geschenk von einem meiner Lieblingsstandlern. Er ist an sich Antiquitätenhändler (Verlassenschaften) und verkauft hier das, was er im Laden nicht verkaufen kann.


Liebe ist ...
Dieses Teil habe ich ihm dann abgekauft : ) Kindheitserinnerungen : )

Tischtuch oder großes Tuch?
Riesen Schal oder Tischtuch, dass ist hier die Frage : D

... wie angegossen.
Hab ich schon in blau und jetzt eben in rot. Designklassiker : )

Schneidbretter von damals, kann man nie genug haben
Schneidbrett aus den 60ern. Die Unkaputtbaren!


... damit Mutti mit dem Topf nicht wieder unschöne, braune Ränder in die Vollholzplatten brennt : / Diesesnhabe ich vor Weihnachten am Flohmarkt erstanden und euch vorenthalten ... Zuwachs.
Zuwachs Der Tag wurde heute übrigens damit begonnen. Sehr lecker und erfrischend. Kinderleicht zuzubereiten. Nur statt der Heidelbeeren gab es bei uns Himbeeren ... Käsekuchen mit Himbeeren Rezept von HIER Einen schönen Start in die neue Woche!

Kommentare:

  1. Oha, aber ich hätte mich auch nicht getraut, den Verkäufer anzusprechen ... Habe einen Bericht über die Kleidersammlungen des roten Kreuzes gesehen, übelst! Seitdem mache ich mir die Mühe, alle Klamotten bei eb*ay zu verticken, und wenn es für 1 Euro ist, bloß damit ich nichts in den Container werfen muss.
    Aber woher hatte er nun deine Schüssel?!
    Rätselnde Grüße, Ulrike.

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  2. Ich denke,eine gute Idee ist es weniger zu kaufen und es dann "aufzubrauchen".

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  3. Es enstehen zwar vielleicht Arbeitsplätze, aber viel mehr Arbeitsplätze werden vernichtet!
    Schau mal das an:
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=djXkFedpTrE
    Vllt kannst du den Beitrag auch oben noch verlinken?
    Gut, dass du das Thema aufgreifst...das sollte viel bekannter werden.

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  4. Hi Kat,
    ich bin vor kurzem auch über diese ganzen Altkleider-Gschichten gestolpert und war verärgert, enttäuscht, ratlos ... weil es offenbar keine wirkliche Alternative dazu gibt, die Kleidung zu tragen, bis sie einem vom Leib fällt (was halt nicht bei jedem Job möglich ist!). Oder zu recyceln - ich nähe aus alten Shirts Schals, stopfe unseren marokkanischen Sitzsack damit aus oder verwurste zu Putzfetzen. Da gibts im Netz auch einige Ideen und Tutorial...

    Und was meine eigene Kleidung anbelangt: Ich versuche, erstmal zu reduzieren und dann so viel wie möglich selbst zu nähen und wenn ich´s mir leisten kann, Biostoffe zu verwenden. Wie herkömmliche Stoffe produziert werden, weiß ich allerdings nicht.. Ist dir da was bekannt?
    Und wenn ich neues Gewand kaufe, dann schau ich mir den Markencheck auf www.cleanclothes.at an und überlege, in welchem Geschäft ich einkaufen möchte. Ist halt leider immer auch eine finanzielle Frage, das ganze.

    Also ich finde diese Thematik soooo schwierig - woher weiß man wirklich, dass das vermeintlich "gute", das man tut, wirklich gut ist? - und doch so wichtig, das zu thematisieren. Sonst wird sich nichts ändern.

    lg Selina

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  5. um den eulenuntersetzer beneide ich dich - der ist mir schon mal auf einem deiner bilder aufgefallen!

    wenn man über das geschäft mit altkleidern liest, muss man ja wirklich fast zum schluss kommen: am besten alles in den mistkübel...
    (winter)jacken, feste schuhe, hosen könnte man vielleicht bei der gruft abgeben...

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  6. @Ulrike: Herr B. hat diese Sachen alle zur Deponie gebracht ... entweder geben die die Sachen weiter oder sie haben sie von dort gemopst.
    Die Deponie, also diese kleinen Zweigstellen, sind an sich toll, denn die Müllmänner suchen sich die guten Sachen raus und verkaufen sie am Flohmarkt, also auf dem von der MA48 und der Erlös wird dann einem guten Zweck zugeführt ... den Rest haben sie aus dem Kontainer ...

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  7. @rebi: das scheint mir auch die einzige Lösung ... auch wenn es mir persönlich oft schwer fällt sich auf das wesentliche, was nun mal nicht sehr viel ist, zu beschränken ... schade, dass es bei uns nicht sowas wie einen Kleiderzirkel gibt oder einfach mehr coole Secondhand Läden ...

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  8. @Rike: Danke für den Link! Habe ihn schon hinzu gefügt! Ja, das sollte wirklich bekannter werden. Ich finde es so schade, dass anscheinend an allem ein Haken sein muss ... was soll man dann tun mit seiner Kleidung. Tragen bis sie vom Körper fällt ist die eine Möglichkeit. Und jeder hat solche Lieblingsteile die wirklich aufgetragen werden ... aber oft gibt es auch Fehlkäufe ... wegwerfen ist ja auch blöd ... und wir beziehen sehr viel Kleidung von H., sei es nun direkt aus dem Laden oder eben indirekt über den Flohmarkt : D ... viele Menschen machen sich nicht die Mühe ihre Sachen online zu verkaufen, daher boomen diese Kontainer ja so ...
    grübelgrübelgrübel ...

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  9. @selina: Ratlos trifft es genau ... woher sollen wir unsere Kleidung denn beziehen, wenn nicht über FM oder H.?
    Ich wünschte meine Nähkenntnisse würden für tragbare Kleidung reichen ... aber wenn ich an passgenaue Hosen denke!!! Nie! Das ist auch schon neu gekauft ein Alptraum : D
    Und es ist eben auch eine Kostenfrage. Gute Stoffe sind oft teuer, dazu der Arbeitsaufwand und dann ist man mit dem Ergebnis doch nicht zufrieden ... da greife ich lieber auf gebrauchte Kleidung zurück und bin noch nie entäuscht worden ... schade, dass es bei uns diesen Kleiderzirkel nicht gibt ... allerdings gibt es den Mädelsflohmarkt ...
    Herkömmliche Stoffe sind genau so viel oder wenig belastet, wie die Textilien, die du von der Stange kaufen kannst ... stammen vermutlich von den selben Liferanten ... also würde ich mir diesbezüglich keine großen Hoffnungen machen : DD Wobei es gibt schon Anbieter die zumindest auf das ÖköTex Siegel verweisen ... wenns denn stimmt, die kann man sich nämlich auch so drucken lassen : /

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  10. @selina: das meine ich ja, woher weiß man, dass das vermeintlich Gute auch wirklich gut ist? Das war bei Weihnachten im Schuhkarton so, dann dieser Skandal mit den Mini Krediten in Indien, Hinterziehungsskandale bei Wohltätigkeitsoranisationen ... man müsste tatsächlich den kompletten Ablauf durchleuchten können, bevor man handelt ... und das geht wohl kaum, außer man ist Aufdeckungsjournalist : D

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  11. @ Stadtfrau: Hab ich ihn doch schon mal gezeigt, den Eulenuntersetzer? WAr mir nicht mehr sicher ... schön ist er, gell ... und nicht aus dem Kontainer : DD

    Ja, da kommt man schon ins Grübeln. Bei uns sind oft die Kontainer aufgebrochen und das Gewand liegt verstreut im halben Bezirk rum. Sie haben einfach das genommen, was sie brauchen und den Rest liegen gelassen ... in der alten wohnung hatten wir genau vor der Nase eine Müllsammelstation ... ich finde Recycling ja gut, aber um 3:00 in der Früh im Altmetall rum zu stierdeln und einen heiden Lärm zum machen ist so unnötig und dann der Mist, die sind in die Tonne rein und haben einfach das, was sie nicht gebraucht haben raus geworfen und liegen gelassen ... da kriegst dann schon einen Grant ... an Gruft& Co habe ich auch schon gedacht ... ich werde mich mal bei der Ute Bock schlau machen ... die betreuen ja auch Familien ...

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  12. wahnsinn! wir haben in der nähe auch ein paar altkleiderkontainer, aber sowas hab ich noch nie erlebt. frechheit.

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  13. Im Trend sind zurzeit auch Kleidertauschpartys! Man trifft sich mit Freunden, jeder bringt Klamotten mit, die er nicht mehr braucht und man tauscht untereinander. Doof nur, wenn alle unterschiedliche Kleidergrößen haben ;-)

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