Donnerstag, 9. Juni 2011

Wetwetwet

Gestern gab es einen Wolkenbruch wie er nur alle 30 Jahre vor kommt. da haben wir dann das gemacht. der Moritz und ich. daran führte kein Weg vorbei ...



... leider gibt es keine Fotos, aber nass waren wir bis zur Unterhose und Spaß hat es gemacht.
Früher habe ich das oft gemacht. Bin durch den Regen gelaufen ohne Regenbekleidung oder Schirm. Hab mich mit Freunden an einem heißen Tag in den Brunnen gesetzt (das war damals in Lausanne) oder war im Brautkleid und Schleier mit einem Freund im Anzug bei Pizzahut essen ... die Liste ist endlos. Eine Zeit lang bin ich mit einem meiner besten Freunde immer Nachts durch die Straßen gelaufen. Einfach so und haben philosophiert. Oder wir sind ganz zeitig in der Früh über den Naschmarkt geschlendert.
Jung waren wir damals und haben uns nicht viele Gedanken gemacht. Keine Gedanken was die anderen von uns halten und/ oder die Konsequenzen, die es haben kann ... natürlich hatten wir auch kaum Verpflichtungen. Keine Familie, keine Kinder, ... und unser Tagesrhythmus war ein anderer. Hat man die Nacht wieder einmal zum Tag gemacht, warum nicht auch den Tag zur Nacht und einfach ausgeschlafen ... außerdem brauchte ich mit zwanzig sowieso viel weniger Schlafe als jetzt mit dreißig und das liegt leider nicht nur am diagnostizieren Eisenmangel : (
Ich weiß nicht wann es geschehen ist, aber plötzlich macht man sich Gedanken, kommt sich komisch vor oder es fehlen einfach Motivation oder die Freunde dazu, die Ideen oder Gelegenheiten ... man wird bequem ... oder weniger verallgemeinernd ... ich bin bequem geworden ... freu mich auf das warme Bett am Abend und eine gewisse Routine ...

Der Mensch wird bescheiden, aber das gestern, das hat richtig gut getan : )

Das alles soll nicht heißen, dass unser jetziges Leben nicht spontan und manchmal auch ein wenig verrückt abläuft ... aber eben anders als vor 10 Jahren noch ; )
Und da es hier noch immer recht feucht fröhlich zugeht, es eh schon Donnerstag ist und Moritz sowieso schon die ganze Woche nicht im KG war, sind wir heute Vormittag einfach abgetaucht ... nicht verrückt, aber wenigstens spontan : )












picnikfile_kKjNEm

Und, wie sieht es mit eurer Spontanität aus?

Kommentare:

  1. Ach meine Liebe da haste aber nen Nerv getroffen*seufz* Genau DAS ist mein Thema im Moment.....
    Soviel ist Routine und Alltagsbewältigung und selbst der geschaffende Raum im Lädchen ist ja letztendlich auch Mittel zum Zweck. Ich bin gerade dabei mich selbst zu erwischen wenn ich die Routinegleise endlos fahre und dann mal wieder den Durchbruch zu schaffen.
    Mich
    hindern Pflichtgefühl, Verantwortungsbewusstsein und Angst.

    Doof oder?
    Schön, daß Du darüber geschrieben hast, ich nehme viel mit:-)

    Gute Nacht. Bianca

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  2. oje,oje......ich komme mir manchmal vor wie meine eigene Großmutter.
    Aber, wie du schon sagst, spielt natürlich die Verantwortung für die Familie und Haus und Hof eine große Rolle.
    Früher war das anders.....
    Immerhin war man früher ausgeflippt und spontan!
    LG Claudi

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  3. ha, wir haben erst gestern darüber diskutiert, das kind und ich sind da nämlich sehr gegensätzlich. ich war noch nie sehr spontan, selbst in meinen frühen zwanzigern nicht (na gut, da hatte ich eigentlich auch schon das kind - aber halt auch als jugendliche nicht besonders). und das kind ist halt wie kinder meistens so sind - hat eine idee und möchte sie sofort tun ;).

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  4. Wie heißt es so schön: Alles hat seine Zeit ... Pflichten und Prioritäten verändern sich nun mal mit dem Alter. Man ist nicht mehr so unbeschwert, wie mit 20, erlebt evtl. mehr Schicksalsschläge usw. Oh Gott, hätte mir früher jemand gesagt, dass ich mal so reden würde ... ;-) Aber es ist ja so, wie du auch schon schreibst, Dinge verändern sich, das Leben verändert sich. Wäre ja auch schlimm, wenn man jetzt noch so wie vor 10 Jahren wäre ... Oder?! Das Leben mit Ü30 hat doch auch seine Vorzüge! ABER: solange man sich ein Stück "Verrücktheit" oder Unbeschwertheit bewahrt, indem man halt einfach mal so wie du, durch den Regen spaziert, bis man auf die Knochen nass ist, dann ist doch der Moment viel intensiver und mehr wert, als mit 20 jede Nacht zum Tag zu machen ... Ich finde, Spontanität ist keine Frage des Alters, vielleicht verschiebt sich nur die Zeitspanne. Früher war spontan halt von einer Sekunde auf die andere, heute heißt spontan halt, am nächsten Wochenende was zu machen, was nicht geplant war :-) Jetzt ist halt die Phase, wo Beruf und Familie Priorität haben, später als Pensionäre können wir dann wieder ungehindert spontan sein (wie auch immer sich das dann ausdrückt...)!
    Spontane Grüße, Ulrike.

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  5. Wunderschöne Bilder übrigens und schöne Gedanken, die sich wohl jeder mal macht. Jetzt war auch ich mit 20 nicht umwerfend spontan, aber doch deutlich mehr als heute. Und trotzdem denke ich, ist das in einem gewissen Maß normal. Ich darf mich ja inzwischen schön Ü40 schimpfen *hust* und da zwacken schon die ersten Zipperlein, man wird noch schneller müde und überhaupt. Aber es kommen andere Dinge auf, neue Türen, neue Wege, andere Sachen, die einen interessieren. Ich finde, es ist gut so, wie es ist. Mit Kind kann man nicht mehr SO spontan sein, aber erlebt dafür andere Dinge neu. Jeden Tag wieder. Es bleibt also spannend. Ganz herzliche Grüße,
    Nicole
    PS: Ich verlinke Dich auf meiner Seite, wenn das ok ist? Danke.

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