Dienstag, 13. Oktober 2009

Wie im Flug ...

Moritz geht jetzt seit über einem Monat in den Kindergarten und entgegen meiner Erwartungen, hab ich nun weniger Zeit als zuvor für mein Manati-Mum Dasein.

Ich schaffe es gerade mal die Kundenwünsche ab zu arbeiten und sebst dafür brauche ich ewig.
Die 2 1/2 Stunden vergehen wie im Flug und ein bisschen Haushalt muss ja auch erledigt werden ; (

Aber selber Schuld, wenn man zu solch Großprojekten nicht nein sagen kann ...

Kundenwunsch ...

Gestern fertig geworden und auf dem Weg zu seiner neuen Familie. Kasimir, 50cm groß, eine heiden Arbeit und bestimmt das letzte Mal, dass ich ihn für kommerzielle Zwecke angefertigt habe. Eine Woche habe ich jetzt jeden Abend an ihm gearbeitet. Stundenlang.
Ich hoffe die neuen Besitzer wissen es zu schätzen und der Bub, für den er bestimmt ist spürt, dass er mit viel Liebe angefertigt wurde ; DD

Seit gestern spürt man in Wien, dass der Winter naht, es soll die nächsten Tage sogar Schneeschauer geben!!!
Daher werden die Aktivitäten vermehrt ins Innere verlegt.
Zum Beispiel beim Brot backen. Ein Zeremoniell, dass uns sehr lieb geworden ist.



Brot backen ...

Und mit dem neuen Getreide Sack zum Aufhängen, noch eine Spur schicker : D


Mein Getreidesack in Verwendung ...

3 Stück gefunden am Flohmarkt, neu! Und eine Woche darauf nochmal in XXL!
Kaum zu glauben, was die Leute alles los werden wollen ...

Der Mops hat übrigens auch beschlossen, dass es Zeit für seinen Winterschlaf wird. An sich schon kein Energiebündel, mutiert er im Winter wirklich zum Einrichtungsgegenstand *gg*

Prinzessin auf der Erbse

Unsere Prinzessin auf der Erbse ; D

Sonntag, 11. Oktober 2009

Die Kehrseite der Medaille ...

Drachensteigen 006

Es weht ein starker Wind, die Blätter fegt es von den Bäumen, es regnet und ist kalt. Und ich habe das ständige Gefühl, das Licht einschalten zu müssen, obwohl es schon brennt ; D

Der Herbst zeigt sich nun von seiner unattraktiveren Seite und bereitet uns darauf vor, was uns die nächsten Monate wettertechnisch erwarte wird.

Zeit es sich zuhause gemütlich zu machen, die Tee Reserven auf zu stocken, nette Musik ein zu legen, ein wenig zu backen ...

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... und endlich ein viel zu lange aufgeschobenes Dankeschön los zu werden.
Nämlich an diese beiden Damen ...

An die liebe Eni, die es geschafft hat ihr Päckche genau so los zu schicken, dass es exakt an Mauzies Geburtstag ankam und die Freude natürlich riesen groß war ...

Und das coole Täschchen!

Ein wirklich cooles Buben- Täschchen für diverse Schätze (momentan sind Autos drin) und Mauzies erstes Mauli Spiel, was kann da schon schief gehen ; D

Genau dieses Spiel wollte ich auch schon kaufen ...

Und viel kleiner Schnickschnack, der Bubenherzen höher schlagen lässt ; DD

Auch dabei, das ertauschet Wunschttäschchen. Einfach bezaubernd- einfach Eni ...

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... und nicht genaug, auch noch ein Geburtstagsgeschenk für die Frau Mama. Ganz unverhofft und sehr entzückt!

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Und noch unverhoffter kam ein riesen Pakte aus Luxenburg ... 3x dürft ihr Raten ...

Richtig, von der lieben Julia, die trotz Baustress und überreifen Babybauch sich auch noch die Mühe macht, ein Päckchen für uns zu schnüren und es zur Post zu schleppen.
Gefüllt mit lauter Leckereien und Kostbarkeiten ...

Von Julia!

Schokoladen, selbst gemachte Marmeladen, mit denen sie es geschafft hat, den Sommer ein zu fangen, Tee, ein super leckeres Duschgel und ein tolles Buch für Mauzie ...

PERFEKT!

Den tollen Pinoccio natürlich nicht zu vergessen ...

Von Julia!

Der hängt nun bei uns im Wohnzimmer und erfreut uns jeden Tag. Ich bin noch immer sprachlos. Alles mit so viel Liebe ausgesucht ... eine Marmelade haben wir uns aufgespart für harte Zeiten, dr Rest ist schon verputzt ; D

Ich arbeite schon an der Revanche ; DDD

Freitag, 9. Oktober 2009

"Frederick, warum arbeitest du nicht?"



Wer sich wundert, warum es in meinem Shop nun die Rubrik "Vintage" gibt und kaum neues, Hangefertigtes dazu kommt ...

Rund um die Wiese herum, wo Kühe und Pferde grasten, stand eine alte, alte Steinmauer.
In dieser Mauer - nahe bei Scheuer und Kornspeicher - wohnte eine Familie schwatzhafter Feldmäuse.
Aber die Bauern waren weggezogen, Scheuer und Kornspeicher standen leer. Und weil es bald Winter wurde, begannen die kleinen Feldmäuse Körner, Nüsse, Weizen und Stroh zu sammeln. Alle Mäuse arbeiteten Tag und Nacht. Alle - bis auf Frederick.
"Frederick, warum arbeitest Du nicht?" fragten sie. "Ich arbeite doch" sagte Frederick, "ich sammle Sonnenstrahlen für die kalten, dunklen Wintertage."
Und als sie Frederick so dasitzen sahen, wie er auf die Wiese starrte, sagten sie: "Und nun, Frederick, was machst du jetzt?" "Ich sammle Farben", sagte er nur, "denn der Winter ist grau."
Und einmal sah es so aus, als sei Frederick halb eingeschlafen. "Träumst du, Frederick?" fragten sie vorwurfsvoll. "Aber nein, "sagte er, "ich sammle Wörter. Es gibt viele lange Wintertage - und dann wissen wir nicht mehr, worüber wir sprechen sollen."
Als nun der Winter kam und der erste Schnee fiel, zogen sich die fünf kleinen Feldmäuse in ihr Versteck zwischen den Steinen zurück.
In der ersten Zeit gab es noch viel zu essen, und die Mäuse erzählten sich Geschichten über singende Füchse und tanzende Katzen. Da war die Mäusefamilie ganz glücklich!
Aber nach und nach waren fast alle Nüsse und Beeren aufgeknabbert, das Stroh war alle, und an Körner konnten sie sich kaum noch erinnern. Es war auf einmal sehr kalt zwischen den Steinen der alten Mauer, und keiner wollte mehr sprechen.
Da fiel ihnen plötzlich ein, wie Frederick von Sonnenstrahlen, Farben und Wörtern gesprochen hatte. "Frederick!" riefen sie, "was machen deine Vorräte?"
"Macht die Augen zu" sagte Frederick und kletterte auf einen großen Stein. "Jetzt schicke ich euch die Sonnenstrahlen. Fühlt ihr schon, wie warm sie sind? Warm, schön und golden?" Und während Frederick so von der Sonne erzählte, wurde den vier kleinen Mäusen schon viel wärmer.
Ob das Fredericks Stimme gemacht hatte? Oder war es ein Zauber?
"Und was ist mit den Farben, Frederick?" fragten sie aufgeregt. "Macht wieder eure Augen zu", sagte Frederick. Und als er von blauen Kornblumen und roten Mohnblumen im gelben Kornfeld und von grünen Blättern am Beerenbusch erzählte, da sahen sie die Farben klar so klar und deutlich vor sich, als wären sie aufgemalt in ihren kleinen Mäuseköpfen.
"Und die Wörter Frederick?" Frederick räusperte sich, wartete einen Augenblick, und dann sprach er wie von einer Bühne herab:
"Wer streut die Schneeflocken? Wer schmilzt das Eis?
Wer macht lautes Wetter? Wer macht es leis?
Wer bringt den Glücksklee im Juni heran?
Wer verdunkelt den Tag? Wer zündet die Mondlampe an?
Vier kleine Feldmäuse wie du und ich
wohnen im Himmel und denken an dich.
Die erste ist die Frühlingsmaus, die läßt den Regen lachen.
Als Maler hat die Sommermaus die Blumen bunt zu machen.
Die Herbstmaus schickt mit Nuß und Weizen schöne Grüße.
Pantoffeln braucht die Wintermaus für ihre kalten Füße.
Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind vier Jahreszeiten.
Keine weniger und keine mehr. Vier verschiedene Fröhlichkeiten."
Als Frederick aufgehört hatte, klatschten alle und riefen: "Frederick, du bist ja ein Dichter!"
Frederick wurde rot, verbeugte sich und sagte bescheiden: "Ich weiß es - ihr lieben Mäusegesichter!"

Frederick

von Leo Lionni

Moritz ist nun seit einer Woche zuhause. Fieberfrei, aber noch immer nicht ganz gesund.
Und da wir hier in Wien gerade einen wunderbaren altweiber Sommer haben, machen wir es wie Frederick und sammeln Gerüche, Sonnenstrahlen und Farben auf unseren langen Vormittagsspaziergängen durch den Prater ... wie sehr hat mir das gefehlt.


Farben tanken ...






Und auch zuhause ist die Balkontür Tag und Nacht noch sperrangel weit offen und Frederick - Das Mausical läuft ununterbrochen ...

Herbsttischtuch gemeinsam bestempelt ...

Dienstag, 6. Oktober 2009

Herbst und alles was dazu gehört ...

... inkl. Flohmärkte ...

Flohmarkt

... Ausbeute ...

Braucht noch ein wenig Schliff und Frabe

Schreibtisch zum Ausklappen für 15.- Vollholz. Jetzt fehlt ihm nur noch ein wenig Schliff und Frabe (oder soll ich ihn natur lassen?)

Neue alte Kredenz

Und eine Zieharmonika für Herrn B. Lange gesucht, immer wieder unerschwingliche Prachtexemplare entdeckt und jetzt eine weniger prächtige, jedoch funktionstüchtige mit genommen ... "Wir haben eine Zieharmonika eine Tschinderassa, Tschinderassa, bum, bum bum ... " *trälla*

Und das ...

Mit dem Kleinkram möchte ich euch garnicht langweilen. Ein paar Teile seht ihr hier, bzw. hier ; D

... Spaß im Laub ..







und krankem Kind ...


hier mit "Aufmunterungs- Nicht- Geburtstags- Gugelhupf"

Trinke ist gaaanz wichtig, wenn man krank ist. Das gilt auch für Ole
Ole ist natürlich auch krank und muß viiiel trinken ; D



So verbrachten und verbringen wir nun die Tage.

Freitag, 2. Oktober 2009

So ein Kack ...



"Moritz, was hab ich dir gesagt ...!"

Eigentlich hätte Moritz seine Schnupperstunde im Kindergarten internen Rhytmik- Kurs gehabt. Da die jedoch entfallen ist, nutzen Mama M. und ich die Gunst der Stunde UND den angeborchenen Vormittag, um am "Tag der offenen Tür" 4 Volkschulen in unserem Bezirk zu besuchen DENN in Wien muss man sich schon 2 Jahre vor Schuleintritt für die entsprechende VS anmelden, die wiederum nur im eigenen Gretzl (Kiez) sein darf ...

Durch die Gänge irren

Eines hatten alle VS gemein, es roch beim Betreten nach "Wurschtsemmel" (Wurstbrötchen)

Schule Nr.2

Nach unzähligen zurück gelegten Kilometern die ernüchternde Bilanz ... in der ersten VS mit Schwerpunkt Kunst stand die Lehrerin mit Sonnenbrille im Klassenraum und sowohl die Gänge als auch Klassenzimmer waren kahl und unbebildert, außerdem gab es 2 Begleitlehrer, einen mit türkischer, einen mit kroatischer Muttersprache, da die Klasse zu 99% aus Kindern mit Migrationshintergrund und sehr schlechten Deutschkenntnissen bestand. Im Übrigen waren wir die einzigen Eltern, die anscheinend Interesse an dieser Schule zeigten.

In Schule Nr. 2 wurden wir schon am Eingang herzlich empfangen und auch die Räumlichkeiten waren sehr sympatisch, dafür sprach die Lehrerin mit den Schülern gezwungen Hochdeutsch, was einfach schrecklich klang. Als hätte sie es mit lauter kleinen Vollidioten zu tun ...

Die dritte Schule hatte den Tag der offenen Tür gleich um 2 Stunden gekürzt, von den offiziellen Zeiten zw. 8:00 und 12:00 auf 8:00-10:00, sodass wir vor geschlossenen Türen standen.

Schule Nr. 4 liegt gleich neben dem Kindergarten, ist hoch modern, hell und bunt bebildert. Ich hab mich auf anhieb dort wohl gefühlt und dachte, ach, geschafft, die ist es, die nehmen wir und keine andere ... wo kann ich mich bitteschön eintragen?! ... Kleine Klassen, da Integrationsschule (2 Kinder mit "Behinderungen"/ Klasse), unterschiedliche Unterrichtssysteme, u.a. Mehrstufenklassen (1-4), Montessori- und Freinetklassen, Bio Essen!!, ein riesen großer Spielplatz, und ich meine wirklich riesen groß, Fußballplatz und Basketballpaltz und, und, und ... ich zähle jetzt gerkeine Vorzüge mehr auf, denn ein einziger großer Nachteil, stellt sie alle in den Schatten: GANZTAGSVOLKSCHULE!

Ich wusste garnicht, dass es so etwas gibt!
Ich muss mein Kind von 8-15:30 in der Schule lassen. Versteht mich bitte nicht falsch, ich finde dieses Angebot toll für Familien, in denen beide Elternteile voll berufstätig sind, aber ich hätte doch gerne die Wahl gehabt, zwischen Ganztags und Halbtags ... zumindest in DER Schule, die mir zusagt!

Also auch gestrichen : (

Jetzt bleiben uns nur noch das Sacré Coer (das kann ich wohl auch getrost streichen. Stelle mir gerade Moritz mit blauer Rüschenschürze vor), 2 weitere katholische Schulen mit Schuluniform (!!!), eine Schule mit Slowakisch als Zweitsprache (nett, wers braucht) und eine, bei der wir auf dem Weg zum KiGa immer vorbei gehen und ich mich jedes Mal über die merkwürdigen Leute draußen wundere, die auf ihre Kinder warten ... Familie Flodder & Co. Aber anscheinend trügt der Anblick (wie war das doch gleich "Don´t judge a book by it´s cover!"), denn die Schule soll tatsächlich gut sein ... wir lassen uns überaschen, wenn es auch nächstes Jahr am 1. Oktober wieder an Wiens Schulen heißt "Herein spaziert ...!" *ANGST*

Ach mich nervt das so. Seit der Schwangerschaft muss man sich ständig entscheiden und am besten noch gestern ... in welchem Krankenhaus wollen sie entbinden (bei den Meisten muss man sich bis spätestens 3. Monat angemeldet haben ... zu dem Zeitpunkt hing ich noch kopfüber in der Klomuschel), Cordlife: ja oder nein, welcher Kindergarten, am besten noch aussuchen bevor das Baby da ist, welcher Kinderwagen, Stoffwindel oder Pampers, welcher Kinderarzt, Tragtuch, Ergo oder Kinderwagen, Impfen: Ja oder nein, wenn ja, welche, ... und jetzt geht Moritz gerade eben mal 1 Monat in den Kiga und es wird von mir verlangt, dass ich mir schon über die Schule gedanken mache ... gut das Moritz wenigstens ein Herbstkind ist ... so habe ich noch 1 Jahr Galgenfrist, wenn alle Stricke reißen ...

Völlig fertig von der Herumrennerei am Vormittag (geschlagene 3 Stunden!) und obwohl wir auch viel zu lachen hatten, etwas frustriert und desillusioniert, holte ich Moritz wieder vom Kindergarten ab. Mit dem Laufrad an sich eine flotte Sache für den doch langen Weg ...

Ole immer mit dabei!

Auf halbem Weg streikte er, sodass ich neben meiner überschweren Tasche, meiner Jacke, seiner Jacke, seiner Kindergartentasche nun auch noch SEIN Laufrad und seinen Helm tragen durft ... als er dann noch unbedingt auf der Brüstung balancieren wollte und dazu meine Hand verlangte ("Moritz, welche Hand, schaust du bitte mal!!!!") und ich lautstark sagte, "Nein, Moritz, jetzt geh endlich weiter, mir reißt gleich die Hand ab! Und fahr nicht mit der Hand über das Geländer, da gacken die Tauben drauf. PFUI!!" meitne ein kleiner, dürrer Mann mit langen fettigen Haaren auf viel zu großem Motorrad zu mir "Nicht so bös, Mutti!"

Aaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!

Am liebsten hätte ich ihm das ganze "Graffl" nach geschmissen. Dem Gartenzwerg!
Und da war es auch schon passiert. "Mama, schau ... bäääh!"
Beim Versuch den Taubenschiss von seiner Hand zu bekommen, plumpsten mir nach der Reihe die Taschen von der Schulter und zu guter letzt krachte noch die Spiegelreflex gegen die Mauer ... darf ich heulen?!

Ich trottete wortlos nachhause, Moritz im Schneckentempo und raunzend, wegen seiner schmutzigen Hand hinterher ...

Zuhause wurde dann alles im Vorzimmer fallen gelassen- tiiiiieeeeef durch geatmet- gründlich Hände gewaschen - gekocht und gegessen.

Und nachdem Moritz nicht vor hatte ein kleines Nickerchen für seine "böse Mutti" einzulegen, räumten wir gemeinsam die Böden frei und hatten beim Saugen und Wischen wieder jede Menge Spaß.

Putztag


Und dabei natürlich auch ...





Tunk II





In der Nacht bekam Moritz dann Fieber und ich meine Tage : /