Dienstag, 7. September 2010
Was ist grün und groß und... ähm ... grün ... ?
Tobias, 4 1/2 spielt mit seiner Mama beim Autofahren gerne Tiere raten.
Letztens war Moritz auch an der Reihe und hatte es noch nicht so drauf ...
Moritz: Was ist groß und grün ... und .... ähm ... ist grün!
Tobias: Ein Panda Bär?
: )
Daran musste ich schmunzelnd denken, als ich mein Stulpen Sortiment vor ein paar Tagen erweitert habe : )
Ach ja, der Elternabend ist auch überstanden.
Wir sind wahre ...
Nicht nur, dass unsere Lieblingsenglischlehrerin weg ist, haben wir jetzt auch keine Pädagogin mehr in unserer Gruppe. "Nur" noch die beiden Helferinnen. Das geht nur in einem Privat Kindergarten, wie es aussieht.
Damit war mir und meinen "Mitstreiterinnen" der Wind aus den Segeln genommen, denn mit einem Schlag war alles andere irgendwie nebensächlich. Oder?
Und trotzdem gehe ich jetzt mal davon aus, das es mit zwei fixen Betreuerinnen, die eine jedoch schon alt eingesessen und wirklich qualifiziert, immer noch besser ist, als mit einer und einer halben : )
Es gibt viele Neuerungen, neues Personal, neue Angebote und viele Versprechungen.
Im großen und ganzen hört sich alles recht gut an ... mal sehen : )
Lustig hatten wir es aber sehr ... fast wie damals in der Schule *tsuchltuschltuschl*
Montag, 6. September 2010
Hallo, wir sind die B.´s und wir sind LOHAS ...
... in einem "Gespräch" mit Micha bin ich drauf gekommen, dass wir LOHAS sind.
Wusste ich zuvor nicht und finde ich irgendwie witzig, dass es für unseren Lebensstil nun einen wissenschaftlichen Begriff gibt.
LOHAS ist ein Akronym für „Lifestyle of Health and Sustainability“ (Lebensstil für Gesundheit und Nachhaltigkeit). Es steht für einen Lebensstil oder Konsumententyp, der durch sein Konsumverhalten und gezielte Produktauswahl Gesundheit und Nachhaltigkeit fördern will.
Häufig handelt es sich um Personen mit überdurchschnittlichem Einkommen. LOHAS-Konsumenten sind beispielsweise Natur- und Outdoor-Urlauber, Kunden von Bioläden oder Biosupermärkten. Ihre Motive ähneln denen der Slow-Food-Bewegung, sie lehnen die „Geiz ist geil“-Mentalität strikt ab.
zit. Wikipedia
Mal abgesehen davon, dass wir Regional, Bio vorziehen trifft es die Sache doch ziemlich genau.
Und ja, wir stehen dazu. Auch wenn einige diesen Lebensstil vermutlich milde belächeln.
Warum wir dazu stehen. Wir leben diesen Stil gemeinsam seit ca. 10 Jahren. Und ich bin auf diese Weise aufgewachsen. Zwar gab es in den 70ern noch keine Biosupermärkte an jeder Ecke sondern nur vereinzelte, schummrige Reformhäuser, aber es wurde immer frisch gekocht, es gab viel Gemüse, viel Vollkorn und wenig Süßes.
Spielsachen wurden damals oft über die Zeitschrift Bazar gekauft, ein Vorläufer von Ebay, wenn man so will.
Und es zählte immer schon Qualität mehr als Quantität.
Auch ich bin mit meinen Eltern viel gewandert, wir haben viel unternommen, waren mit dem Wohnmobil 3 Wochen in Irland unterwegs, machten Urlaub am Bauernhof und nur einmal All-Inklusive : )
Klar bin ich dann in der Schule auch zu MacDo gegangen. Aber nicht oft, denn mit dem Taschengeld eines Volkschülers, meine Mutter ließ nur sehr selten etwas für Junkfood springen, kam man nicht sehr weit und satt war ich danach auch nie.
Da lernt man schnell, dass das Geld wo anders sinnvoller investiert ist : )
Während des Studiums änderten sich dann die Prioritäten. WG- Zeit eben. Es wurde viel gefeiert, viel getrunken und dem entsprechend gegessen : ) Natur gab es nur im Park : )
Als ich dann vor 10 Jahren Herrn B. am Strand von Ibiza kennen lernte und wir kurz darauf zusammen zogen änderten sich die Prioritäten wieder. Quasi zurück zum Ursprung. Es wurde wieder regelmäßig, gezielt zu hause gekocht und gegessen. Wir entdeckten den Hascherhof und seine unerschöpflichen Möglichkeiten. Kosteten zum ersten Mal Pastinaken bei Freunden und waren begeistert.
Es war die Zeit der Konsumkritischen Filme. "Unser tägliches Brot", "We feed the World", "Working Mans Death" und wie sie alle heißen.
Herr B., ein Kinder der Berge und sehr sportlich, motivierte mich wieder zum Wandern (zum Mountainbiken hat es nicht gereicht *gg* NIE WIEDER!!!). Die Natur rückte wieder in den Mittelpunkt und Stück für Stück wurden wir zu dem, was wir heute sind.
Wir haben begonnen die Schulmedizin mit Alternativmedizin zu ergänzen. Vieles lässt sich durch Akupunktur, Ostheopatie ect. schon früh abfangen, sodass man die Schulmedizin nicht mehr braucht. Trotzdem impfen wir, nicht unüberlegt und willkürlich, aber das, was wir zusammen mit den Ärzten für richtig finden und alternativmedizinisch begleitet (ausleiten).
10 Jahre hat diese Entwicklung gebraucht und wenn man es genau nimmt, in meinem Fall nun schon über 30 Jahre.
Vor vier Jahren kam dann Moritz zur Welt. Dieses phänomenale Ereignis intensivierte unsere Haltung natürlich noch. Man will für sein Kind immerhin das Beste (In einem vernünftigen Rahmen).
Moritz war keine Hausgeburt, aber er kam im Wasser zur Welt. Begleitet wurde ich nur von sehr engagierten Hebammen, obwohl es sich um kein Geburtshaus, sondern eine Geburtsklink handelte. Wir hatten ein Familienzimmer und wurden nach 2 Tagen entlassen.
Auch Mauzies Grundausstattung war zu 80% gebraucht gekauft, Und das war gut so : ) Denn wir brauchten weder ein Gitterbett, noch den hübschen Pöjang zum Stillen, geschweige den Babyspielzeug ect.
Der Busen reichte dem kleinen Schreihals die ersten 6 Monate völlig (gestillt wurde 1 1/2 Jahre fast ausschließlich) : D
Wir hatten uns schweren Herzens gegen die Stoffwindeln entschieden und es nie bereut. Ich kann euch gar nicht sagen was das Kerlchen zusammen gesch***** hat. Er hat es sogar geschafft bis ins Genick, ohne dass die Windel auch nur ein Tröpfchen abbekommen hat. Wir mussten auch nicht am Po riechen, dieses Geräusch war sogar in der vollen U-Bahn zu hören : DD
Wir haben viel im Vorbereitungskurs gelernt, aber niemand hat uns vor dem verheerenden Muttermilschstuhl gewarnt : DD
Und jetzt, jetzt ist für uns alles ganz normal.
Es ist normal, dass wir größtenteils saisonal und regional oder Bio kaufen. Erdbeeren im Winter gibt es einfach nicht. Dafür freut man sich im Sommer um so mehr : )
Es ist normal, dass wir erst versuchen Dinge gebraucht zu bekommen, bevor wir sie uns neu anschaffen.
Es ist normal, dass wir uns, so oft es geht, in der Natur sind, anstatt in hitzigen Kaufhäusern oder Indoorspielplätzen.
Es ist normal, dass wir auch in Zukunft keinen All-Inklusiv Urlaube planen sondern viel in Österreich und Umgebung reisen werden
Und es ist normal für uns, dass wir für Moritz das beste wollen und uns nicht mit allem abfinden.
So sind wir nun mal. So haben wir uns entwickelt über die Jahre und wir sind glücklich. Und nur das zählt.
Unser Freundeskreis ist bunt gemischt.
Da gibt es Waldorfler, die 100% antroposophisch leben, das könnten wir NIE, aber ich finde es gut so und bewundersnwert, da gibt es Junkfood Fanatiker, auch gut, Party People, Nerds, Karriere Frauen, Kinderlose, Großfamilien, Sportler, Tierliebhaber, Homosexuelle, Multikulturelle, Künstler, Köche, Extrovertierte, Ruhige, Bunte, Graue, Modische, Konservative, Jetsetter, Stubenhocker, Jüngere, Ältere ... wir mögen sie alle und wir verlangen von niemadem, dass er so lebt wie wir.
Sie mögen uns, weil wir wir sind und wir sie weil sie sie sind : )
Das Bio und Funktionskleidung jetzt IN ist, mag eine positive Entwicklung sein, um wieder zum Stein des Anstoßes zurück zu kommen, dem "Gespräch" mit Micha. Keine Ahnung. Es regt bestimmt mehr Menschen an, sich Gedanken zu machen. Und nur das zählt.
Das es sich in erster Linie wieder um eine Konsumstrategie handelt, bei der es darum geht, noch schnell auf diesen ÖKO-Zug auf zu springen, um auch noch ein Stück vom Kuchen zu bekommen, ist klar.
Aber vielleicht löst es auch bei einigen Menschen etwas aus und sie ändern doch ein wenig ihr Kaufverhalten und ihre Ernährungsgewohnheiten ...
Ihr seht, ein Thema, das mich sehr beschäftigt. Soll man jetzt Bio-Kleidung bei einer Großkette kaufen, von der man weiß, dass auch diese in Billigstlohnländern produziert werden? Das ist doch Egoistsich? Oder sogar Heuchlersich?
... ich habe dort übrigens gekauft und mir eben darum Gedanken gemacht.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich als Konsument instrumentalisiert werde. Es sollen eben alle Schienen abgedeckt werden ... auch die Öko- Fraktion.
Was soll man da tun? Was denkt ihr? Wir sind keine Heiligen, versuchen aber Selbstkritisch zu bleiben. Wir können auch nicht immer alles richtig machen. Aber wir versuchen zumindest so zu handeln, dass wir es mit unserem Gewissen rechtfertigen können : )
Manchmal wünsche ich mir wirklich, ich würde mir weniger Gedanken darüber machen, und könnte mehr genießen.
So leben wir also unser LOHA Leben weiter und finden es gut ...
Morgen gibt es dann ein paar Rezepte, denn wir LOHAs haben das Einmachen für uns entdeckt ... so, jetzt dürft ihr uns belächeln : )
Ach ja, noch ein weiterer Stein des Anstoßes : ) Der Beitrag von Mohnmarzipan!
Wusste ich zuvor nicht und finde ich irgendwie witzig, dass es für unseren Lebensstil nun einen wissenschaftlichen Begriff gibt.
LOHAS ist ein Akronym für „Lifestyle of Health and Sustainability“ (Lebensstil für Gesundheit und Nachhaltigkeit). Es steht für einen Lebensstil oder Konsumententyp, der durch sein Konsumverhalten und gezielte Produktauswahl Gesundheit und Nachhaltigkeit fördern will.
Häufig handelt es sich um Personen mit überdurchschnittlichem Einkommen. LOHAS-Konsumenten sind beispielsweise Natur- und Outdoor-Urlauber, Kunden von Bioläden oder Biosupermärkten. Ihre Motive ähneln denen der Slow-Food-Bewegung, sie lehnen die „Geiz ist geil“-Mentalität strikt ab.
zit. Wikipedia
Mal abgesehen davon, dass wir Regional, Bio vorziehen trifft es die Sache doch ziemlich genau.
Und ja, wir stehen dazu. Auch wenn einige diesen Lebensstil vermutlich milde belächeln.
Warum wir dazu stehen. Wir leben diesen Stil gemeinsam seit ca. 10 Jahren. Und ich bin auf diese Weise aufgewachsen. Zwar gab es in den 70ern noch keine Biosupermärkte an jeder Ecke sondern nur vereinzelte, schummrige Reformhäuser, aber es wurde immer frisch gekocht, es gab viel Gemüse, viel Vollkorn und wenig Süßes.
Spielsachen wurden damals oft über die Zeitschrift Bazar gekauft, ein Vorläufer von Ebay, wenn man so will.
Und es zählte immer schon Qualität mehr als Quantität.
Auch ich bin mit meinen Eltern viel gewandert, wir haben viel unternommen, waren mit dem Wohnmobil 3 Wochen in Irland unterwegs, machten Urlaub am Bauernhof und nur einmal All-Inklusive : )
Klar bin ich dann in der Schule auch zu MacDo gegangen. Aber nicht oft, denn mit dem Taschengeld eines Volkschülers, meine Mutter ließ nur sehr selten etwas für Junkfood springen, kam man nicht sehr weit und satt war ich danach auch nie.
Da lernt man schnell, dass das Geld wo anders sinnvoller investiert ist : )
Während des Studiums änderten sich dann die Prioritäten. WG- Zeit eben. Es wurde viel gefeiert, viel getrunken und dem entsprechend gegessen : ) Natur gab es nur im Park : )
Als ich dann vor 10 Jahren Herrn B. am Strand von Ibiza kennen lernte und wir kurz darauf zusammen zogen änderten sich die Prioritäten wieder. Quasi zurück zum Ursprung. Es wurde wieder regelmäßig, gezielt zu hause gekocht und gegessen. Wir entdeckten den Hascherhof und seine unerschöpflichen Möglichkeiten. Kosteten zum ersten Mal Pastinaken bei Freunden und waren begeistert.
Es war die Zeit der Konsumkritischen Filme. "Unser tägliches Brot", "We feed the World", "Working Mans Death" und wie sie alle heißen.
Herr B., ein Kinder der Berge und sehr sportlich, motivierte mich wieder zum Wandern (zum Mountainbiken hat es nicht gereicht *gg* NIE WIEDER!!!). Die Natur rückte wieder in den Mittelpunkt und Stück für Stück wurden wir zu dem, was wir heute sind.
Wir haben begonnen die Schulmedizin mit Alternativmedizin zu ergänzen. Vieles lässt sich durch Akupunktur, Ostheopatie ect. schon früh abfangen, sodass man die Schulmedizin nicht mehr braucht. Trotzdem impfen wir, nicht unüberlegt und willkürlich, aber das, was wir zusammen mit den Ärzten für richtig finden und alternativmedizinisch begleitet (ausleiten).
10 Jahre hat diese Entwicklung gebraucht und wenn man es genau nimmt, in meinem Fall nun schon über 30 Jahre.
Vor vier Jahren kam dann Moritz zur Welt. Dieses phänomenale Ereignis intensivierte unsere Haltung natürlich noch. Man will für sein Kind immerhin das Beste (In einem vernünftigen Rahmen).
Moritz war keine Hausgeburt, aber er kam im Wasser zur Welt. Begleitet wurde ich nur von sehr engagierten Hebammen, obwohl es sich um kein Geburtshaus, sondern eine Geburtsklink handelte. Wir hatten ein Familienzimmer und wurden nach 2 Tagen entlassen.
Auch Mauzies Grundausstattung war zu 80% gebraucht gekauft, Und das war gut so : ) Denn wir brauchten weder ein Gitterbett, noch den hübschen Pöjang zum Stillen, geschweige den Babyspielzeug ect.
Der Busen reichte dem kleinen Schreihals die ersten 6 Monate völlig (gestillt wurde 1 1/2 Jahre fast ausschließlich) : D
Wir hatten uns schweren Herzens gegen die Stoffwindeln entschieden und es nie bereut. Ich kann euch gar nicht sagen was das Kerlchen zusammen gesch***** hat. Er hat es sogar geschafft bis ins Genick, ohne dass die Windel auch nur ein Tröpfchen abbekommen hat. Wir mussten auch nicht am Po riechen, dieses Geräusch war sogar in der vollen U-Bahn zu hören : DD
Wir haben viel im Vorbereitungskurs gelernt, aber niemand hat uns vor dem verheerenden Muttermilschstuhl gewarnt : DD
Und jetzt, jetzt ist für uns alles ganz normal.
Es ist normal, dass wir größtenteils saisonal und regional oder Bio kaufen. Erdbeeren im Winter gibt es einfach nicht. Dafür freut man sich im Sommer um so mehr : )
Es ist normal, dass wir erst versuchen Dinge gebraucht zu bekommen, bevor wir sie uns neu anschaffen.
Es ist normal, dass wir uns, so oft es geht, in der Natur sind, anstatt in hitzigen Kaufhäusern oder Indoorspielplätzen.
Es ist normal, dass wir auch in Zukunft keinen All-Inklusiv Urlaube planen sondern viel in Österreich und Umgebung reisen werden
Und es ist normal für uns, dass wir für Moritz das beste wollen und uns nicht mit allem abfinden.
So sind wir nun mal. So haben wir uns entwickelt über die Jahre und wir sind glücklich. Und nur das zählt.
Unser Freundeskreis ist bunt gemischt.
Da gibt es Waldorfler, die 100% antroposophisch leben, das könnten wir NIE, aber ich finde es gut so und bewundersnwert, da gibt es Junkfood Fanatiker, auch gut, Party People, Nerds, Karriere Frauen, Kinderlose, Großfamilien, Sportler, Tierliebhaber, Homosexuelle, Multikulturelle, Künstler, Köche, Extrovertierte, Ruhige, Bunte, Graue, Modische, Konservative, Jetsetter, Stubenhocker, Jüngere, Ältere ... wir mögen sie alle und wir verlangen von niemadem, dass er so lebt wie wir.
Sie mögen uns, weil wir wir sind und wir sie weil sie sie sind : )
Das Bio und Funktionskleidung jetzt IN ist, mag eine positive Entwicklung sein, um wieder zum Stein des Anstoßes zurück zu kommen, dem "Gespräch" mit Micha. Keine Ahnung. Es regt bestimmt mehr Menschen an, sich Gedanken zu machen. Und nur das zählt.
Das es sich in erster Linie wieder um eine Konsumstrategie handelt, bei der es darum geht, noch schnell auf diesen ÖKO-Zug auf zu springen, um auch noch ein Stück vom Kuchen zu bekommen, ist klar.
Aber vielleicht löst es auch bei einigen Menschen etwas aus und sie ändern doch ein wenig ihr Kaufverhalten und ihre Ernährungsgewohnheiten ...
Ihr seht, ein Thema, das mich sehr beschäftigt. Soll man jetzt Bio-Kleidung bei einer Großkette kaufen, von der man weiß, dass auch diese in Billigstlohnländern produziert werden? Das ist doch Egoistsich? Oder sogar Heuchlersich?
... ich habe dort übrigens gekauft und mir eben darum Gedanken gemacht.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich als Konsument instrumentalisiert werde. Es sollen eben alle Schienen abgedeckt werden ... auch die Öko- Fraktion.
Was soll man da tun? Was denkt ihr? Wir sind keine Heiligen, versuchen aber Selbstkritisch zu bleiben. Wir können auch nicht immer alles richtig machen. Aber wir versuchen zumindest so zu handeln, dass wir es mit unserem Gewissen rechtfertigen können : )
Manchmal wünsche ich mir wirklich, ich würde mir weniger Gedanken darüber machen, und könnte mehr genießen.
So leben wir also unser LOHA Leben weiter und finden es gut ...
Morgen gibt es dann ein paar Rezepte, denn wir LOHAs haben das Einmachen für uns entdeckt ... so, jetzt dürft ihr uns belächeln : )
Ach ja, noch ein weiterer Stein des Anstoßes : ) Der Beitrag von Mohnmarzipan!
Freitag, 3. September 2010
Und warum?
Moritz fragt mich Löcher in den Bauch. Bald sehe ich aus wie Goldie Hawn in "Der Tod steht ihr gut". Erinnert ihr euch?
Ich versuche ihm immer so gut es geht zu antworten. Auch nach dem zehnten "Und warum?" (wenn ich müde bin, vielleicht auch schon mit einem etwas genervten Unterton, der mir auch gleich wieder leid tut : D)
Naturwissenschaften waren nie so mein Ding, daher sehe ich mich immer öfter gezwungen "Ich weiß nicht" zu sagen. Nicht um ihn ab zu wimmeln, sondern einfach weil ich wirklich absolut keine Ahnung habe. Nicht einmal ob Wildschweine Tag oder Nachtaktiv sind.
Ich versuche mir die offenen Fragen zu merken, manchmal erinnert mich Moritz auch zuhause daran und wir sehen in Büchern oder im Internet nach.
Und da bin ich auf ein tolles Archiv gestoßen, dass einige von euch vermutlich schon kennen.
Kindgerecht erklärt und lehrreich für groß und klein.
Also wer zum Beispiel wissen will was diese Zeichen hier zu bedeuten haben ... ok, die sind jetzt nicht so schwer zu erraten : ) ....
... wird hier schlauer : D Lustig und lehrreich, was will man mehr : )
Ein unerschöpflicher Fundus für alle Altersgruppen. Moritz ist noch immer ganz fasziniert von der Glühwürmchen Suche und will nun auch eine Falle bauen. Leuchtdioden sind schon bestellt : D
Viel Spaß beim Stöbern!
Ich versuche ihm immer so gut es geht zu antworten. Auch nach dem zehnten "Und warum?" (wenn ich müde bin, vielleicht auch schon mit einem etwas genervten Unterton, der mir auch gleich wieder leid tut : D)
Naturwissenschaften waren nie so mein Ding, daher sehe ich mich immer öfter gezwungen "Ich weiß nicht" zu sagen. Nicht um ihn ab zu wimmeln, sondern einfach weil ich wirklich absolut keine Ahnung habe. Nicht einmal ob Wildschweine Tag oder Nachtaktiv sind.
Ich versuche mir die offenen Fragen zu merken, manchmal erinnert mich Moritz auch zuhause daran und wir sehen in Büchern oder im Internet nach.
Und da bin ich auf ein tolles Archiv gestoßen, dass einige von euch vermutlich schon kennen.
Kindgerecht erklärt und lehrreich für groß und klein.
Also wer zum Beispiel wissen will was diese Zeichen hier zu bedeuten haben ... ok, die sind jetzt nicht so schwer zu erraten : ) ....
... wird hier schlauer : D Lustig und lehrreich, was will man mehr : )
Ein unerschöpflicher Fundus für alle Altersgruppen. Moritz ist noch immer ganz fasziniert von der Glühwürmchen Suche und will nun auch eine Falle bauen. Leuchtdioden sind schon bestellt : D
Viel Spaß beim Stöbern!
Donnerstag, 2. September 2010
Anreiz
... so fällt einem der Weg zum Kindergarten schon viel leichter : )
Spontankauf. Tauschzentrale. Unbenutzt. Gold wert : D
Danke für eure wohlwollenden, ausführlichen Kommentare. Wieder einmal.
Dieses Thema lässt mich vermutlich nicht mehr los bis Moritz alt genug ist, selber zu entscheiden. Bis dahin müsst ihr wahrscheinlich Zyklusartig mit meinen Kamikaze- Hysterie- Torschusspanik Anfällen wohl oder übel leben müssen : )
Aber ich denke mal die Anzahl der Kommentare lässt darauf schließen, dass es sich um ein Thema handelt, das viele betrifft bzw. beschäftigt. Schlimm diese Machtlosigkeit und Unzufriedenheit. Vor allem hier. Man möchte doch meinen, dass es in der Hauptstadt eines Landes mehr Möglichkeiten gibt. Schlimmer wird es dann ja noch in den Schulen.
Ich bin heute noch einmal in mich gegangen und bin mir sicher, auch wenn das, genau DAS der richtige KG für Moritz ist (ich meine ein FÖRSTER als Betreuer und eine musikalische, puppenspielende Geschichtenerzählerin als Betreuerin inkl. Hund, besser geht es ja eigentlich nicht mehr) ... wir schaffen es nicht.
Würden wir mit dem Zug von Punkt A zu Punkt B fahren. Sofort. Kein Problem. Auch nicht die Fahrzeit und das frühe Aufstehen. Aber wir müssten von unserer neuen Wohnung zunächst erst mal zur U-Bahn. Das sind zu Fuß ca. 10 Minuten. Mit Roller oder Rad natürlich erheblich schneller. Mit der U-Bahn müssten wir dann ca. 15 Minuten bis Wien Mitte, einem stressigen Knotenpunkt. Von da mit einer anderen U-Bahn wieder ca. 15- 20 Minuten weiter um zum Zug/ Schnellbahn zu gelangen und dann eben die 20 Minuten bis nach St. Andrä. Der Treffpunkt liegt jedoch nicht am Bahnhof. Eh klar. Sondern 1km Luftlinie entfernt. Wie wir das schaffen sollen, ich weiß es nicht.
Das alles zur Stoßzeit, also nichts mit Schmusen, Lesen und Rasten. Sondern Gedränge, der Geruch nach Red Bull auf nüchternen Magen und im Winter Leute dicht an dicht, die sich beim Husten und Niesen nicht die Hand vor halten *bäh*
3x/Woche. Bei jedem Wetter. Bei jeder Gefühlslage. Erkältet oder gesund.
Ich könnte/würde es mir an tun. Aber nicht Moritz.
Außerdem müsste ich die Zeit über auch da bleiben. Der KG geht bis 12:30. Also könnte ich nicht arbeiten. Oder schon arbeiten, aber eben etwas anderes, als das, was ich mir jetzt aufgebaut habe und gut läuft.
Um 12:30 geht es dann mit knurrendem Magen wieder die selbe Strecke zurück. Gehen. Fahren. Umsteigen. Fahren. Umsteigen. Fahren. Gehen.
Auch das Argument Auto kam. Geht nicht, denn wir müssten zur Stoßzeit durch die gesamte Stadt. Und pervers wäre es irgendwie auch ... um den Waldkindergarten besuchen zu können durch den stärksten Verkehr ... nö ... wir schimpfen ja schon über Leute die ihr Auto im Stand laufen lassen, damit die Klimaanlage bzw. Heizung weiter läuft : )
Mitfahrgelegenheiten. Es gibt eine Familie aus Wien. Leider jedoch vom anderen Zipfel, also näher zum KG. Auch keine Option.
Warum es solche Einrichtungen nicht auch in Wien gibt, verstehe ich nicht. Ihr kennt unsere Ausflugsziele. Also an Baumbestand, Wäldern und Wiesen mangelt es nun wirklich nicht. Und ich denke mal, die Nachfrage wäre da.
Dieser KG wird übrigens nicht als KG gewertet. Keine Förderungen und man muss sich für das verpflichtende KG Jahr, das es ab diesen Herbst in Wien gibt, zum Heimunterricht anmelden. Traurig, oder?
Also sind wir wieder da, wo wir vorher waren. Und auch schon das Jahr zuvor : )
Nach dem anregenden Gespräch mit der Helferin heute und einem sehr fröhlichen Mauzie bin ich auch wieder etwas optimistischer.
Offiziell kann man Kinder hier nicht tageweise betreuen lassen. Aber sie können einen nicht daran hindern zu schwänzen.
Ich werde am Elternsprechtag einige Punkte ansprechen und hoffe auf ein wenig Rückendeckung (wie ich das HASSE!)
Wie Sybille und Alex vorgeschlagen habe, werde ich Moritz in Zukunft zumindest einen Tag fix zuhause lassen. Montag oder Freitag, da fällt es nicht so auf und er wird nicht aus dem Ablauf heraus gerissen.
Und sonst eben wieder wie gehabt, also wie die Feste fallen. Bei wunderprächtigem Herbstwetter werden wir uns entschuldigen und wandern gehen, Blätter und Kastanien sammeln. Im Winter Weihnachtsmärkte besuchen. Vormittags, wo es noch ruhiger und besinnlicher und weniger alkohollatig ist : )
Ich weiß jetzt nicht ob das pädagogisch korrekt ist, aber das ist der KG auch nicht : )
Solange Moritz keinen Widerwillen zeigt und wirklich überhaupt nicht in den KG gehen will, werden wir es so handhaben und auf das Beste hoffen. Es ist ja nicht so, das ich ihn hin zerren muss. Es ist nur das erste, was er nach dem Aufstehen sagt. Ich will heute nicht in den KG. Es steckt vermutlich auch ein wenig Bequemlichkeit dahinter. In den 2 Monaten Abstinenz haben wir in der Früh noch lange gelesen, gefrühstückt und gemeinsam entschieden, was wir machen wollen. Und jetzt heißt es, "Moritz, iss schneller, sonst kommen wir zu spät in den KG!" Und DAS bewirkt bei Moritz genau das Gegenteil : ) Dann geht alles noch langsamer.
Und ich spreche von sehr langsam, denn Moritz wacht um 6:30 auf und wir sind immer so zwischen 8:30 und 9:00 im KG : D
Also drückt mir bitte die Daumen, dass ich am Elternabend nicht zerfleischt werde : )
Ich wünsch mir zum Geburtstag ...
Während sich der Bub nichts sehnlicher wünscht als eine Geburtstagstorte mit viel Marzipan UND einen Weihnachtsbaum, diesen sehr beharrlich (sonst nichts!), wünsche ich mir für den Buben diesen Kindergarten ...
Die Betreuer Förster !!! (mit sehr umfangreicher Zusatzausbildung) und Puppenspielerin/ Märchenerzählerin
Das Konzept großartig.
Der Tagesablauf, ganz nach Mauzies Geschmack (und meinem)
... aber 3x die Woche um spätestens 6:30 das Haus verlassen, um 1 1/2 Stunden später in diesem Paradies zu sein. Tut man da dem Kind, dass gerade am Morgen viele Streicheleinheiten, Buchlesen und vor allem eines nicht, STRESS, braucht, etwas Gutes?
Ihr mekrt, bei uns hat der Kindergarten wieder begonnen. Und mit ihm der Frust.
Moritz geht. Er sagt zwar am Morgen, er will nicht, aber er geht ohne Widerstand.
Vielleicht braucht es einfach seine Zeit, bis wir uns beide wieder daran gewöhnt haben.
Nach dem KG ist der Bub zuhause schlecht gelaunt. Er meint, es spielt keiner mit ihm von den anderen Kindern. Ich weiß, das es nicht so ist. Aber sie spielen vermutlich anders als er.
Die Interessen und der Erfahrungsschatz gehen da doch weit auseinander.
Und er findet keinen, mit dem er das Teilen kann, bzw. der ihn versteht.
So ähnlich geht es auch seinem Freund T oder seiner Freundin O. Auch sehr engagierte Eltern. Nur leider gehen die Interessen in unterschiedliche Richtungen : )
Wärend Moritz forscht wie ein Großer, ist T. schon brav am Lesen und Schreiben.
Moritz ist auch kein wilder Spieler. Das war er noch nie. Er schmeißt nicht mit seinem Spielzeug sondern geht sehr sorgsam damit um. Das ist im KG auch oft anders und das versteht er nicht.
Ich finde es nicht schlimm, wenn Kinder wild spielen. Das brauchen sie. Aber Moritz ist eben nicht so. So aufgedreht und bewegungshungrig er ist, so wissbergiereig und immer am Fragen und Hinterfargen, so braucht er auch viel Ruhe und "Ordnung" ... versteht ihr was ich meine?
Ich weiß nicht was im KG abläuft. Ich weiß nur, dass ich bei solchen Bildern schon wieder einen Knoten im Magen spüre.
Nächste Woche ist Elternsprechtag :)
EDIT!
Ich habe Moritz eben vom Kindergarten abgeholt. Als ich in die Gruppe kam, saß Moritz und die KG- Helferin mit einem breiten Grinsen am Mittagstisch. Moritz aß Reisfleisch und war mächtig stolz.
Als ich mit der Helferin über Moritz in der Gruppe sprach, meinte diese, um ihn müsse man sich keine Sorgen machen. Mal spielt er alleine, mal mit anderen zusammen. Am Anfang des KG Jahres ist es immer etwas schwieriger, bis sich die Kinder wieder neu zugeordnet haben.
Und bezüglich raus gehen. Heute wollten sie, da hat es dann geregnet und bezüglich Herbst un Winter, sie würden gerne, doch viele Kinder haben keine passende Kleidung mit. Mein Angebot also: Wir sammeln alte Skianzüge und schauen was passiert. Sie hat sich darüber gefreut und ich werde am Elternabend mal einen Aufruf starten. Kann ja nicht sein, dass die Kinder z.T. in Tommy Hill. und Polo rum laufen und sich keinen zweiten Skianzug aus der Humana leisten können ... OPTIMISMUS MACHT SICH BREIT : )
Die Betreuer Förster !!! (mit sehr umfangreicher Zusatzausbildung) und Puppenspielerin/ MärchenerzählerinDas Konzept großartig.
Der Tagesablauf, ganz nach Mauzies Geschmack (und meinem)
... aber 3x die Woche um spätestens 6:30 das Haus verlassen, um 1 1/2 Stunden später in diesem Paradies zu sein. Tut man da dem Kind, dass gerade am Morgen viele Streicheleinheiten, Buchlesen und vor allem eines nicht, STRESS, braucht, etwas Gutes?
Ihr mekrt, bei uns hat der Kindergarten wieder begonnen. Und mit ihm der Frust.
Moritz geht. Er sagt zwar am Morgen, er will nicht, aber er geht ohne Widerstand.
Vielleicht braucht es einfach seine Zeit, bis wir uns beide wieder daran gewöhnt haben.
Nach dem KG ist der Bub zuhause schlecht gelaunt. Er meint, es spielt keiner mit ihm von den anderen Kindern. Ich weiß, das es nicht so ist. Aber sie spielen vermutlich anders als er.
Die Interessen und der Erfahrungsschatz gehen da doch weit auseinander.
Und er findet keinen, mit dem er das Teilen kann, bzw. der ihn versteht.
So ähnlich geht es auch seinem Freund T oder seiner Freundin O. Auch sehr engagierte Eltern. Nur leider gehen die Interessen in unterschiedliche Richtungen : )
Wärend Moritz forscht wie ein Großer, ist T. schon brav am Lesen und Schreiben.
Moritz ist auch kein wilder Spieler. Das war er noch nie. Er schmeißt nicht mit seinem Spielzeug sondern geht sehr sorgsam damit um. Das ist im KG auch oft anders und das versteht er nicht.
Ich finde es nicht schlimm, wenn Kinder wild spielen. Das brauchen sie. Aber Moritz ist eben nicht so. So aufgedreht und bewegungshungrig er ist, so wissbergiereig und immer am Fragen und Hinterfargen, so braucht er auch viel Ruhe und "Ordnung" ... versteht ihr was ich meine?
Ich weiß nicht was im KG abläuft. Ich weiß nur, dass ich bei solchen Bildern schon wieder einen Knoten im Magen spüre.
Nächste Woche ist Elternsprechtag :)
EDIT!
Ich habe Moritz eben vom Kindergarten abgeholt. Als ich in die Gruppe kam, saß Moritz und die KG- Helferin mit einem breiten Grinsen am Mittagstisch. Moritz aß Reisfleisch und war mächtig stolz.
Als ich mit der Helferin über Moritz in der Gruppe sprach, meinte diese, um ihn müsse man sich keine Sorgen machen. Mal spielt er alleine, mal mit anderen zusammen. Am Anfang des KG Jahres ist es immer etwas schwieriger, bis sich die Kinder wieder neu zugeordnet haben.
Und bezüglich raus gehen. Heute wollten sie, da hat es dann geregnet und bezüglich Herbst un Winter, sie würden gerne, doch viele Kinder haben keine passende Kleidung mit. Mein Angebot also: Wir sammeln alte Skianzüge und schauen was passiert. Sie hat sich darüber gefreut und ich werde am Elternabend mal einen Aufruf starten. Kann ja nicht sein, dass die Kinder z.T. in Tommy Hill. und Polo rum laufen und sich keinen zweiten Skianzug aus der Humana leisten können ... OPTIMISMUS MACHT SICH BREIT : )
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